Hallo Deutschland 2015

Auch 2015 hat unser Austauschprogramm „Hallo Deutschland“ vom 20.-30. August

wieder 40 junge Japaner*innen und Deutsche zusammengebracht!

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Die Teilnehmer*innen haben sich in fünf Gruppen mit dem Oberthema „Sind wir fit für die Zukunft?“ aus den  Perspektiven von Politik, Kultur, Bildung, Gesellschaft und Umwelt beschäftigt.
Weltweit sind junge Menschen mit einem sich wandelnden Umfeld konfrontiert. Medien werden zunehmend elektronisch konsumiert, fossile Brennstoffe schwinden, bei Lebensmitteln müssen wir uns oft fragen: Ist das wirklich gesund? Von jungen Menschen werden zunehmend Qualifikationen verlangt, die über Lehrpläne an Schulen und Universitäten hinausgehen. Sind wir dennoch für die Zukunft gewappnet?

Das Programm „Hallo Deutschland 2015“ bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich einen differenzierten Überblick zu verschaffen und eine persönliche Meinung zu bilden.
Nach der Ankunft der japanischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 20. August in Düsseldorf und der offiziellen Eröffnung des Programms „Hallo Deutschland“ ging es gemeinsam auf Entdeckungsreise. Nach dem dreitägigen Aufenthalt in Düsseldorf mit vielen gemeinsamen Aktivitäten, Arbeit in den jeweiligen Gruppen und einem Ausflug nach Bethel, eröffneten wir in Hannover der 9. Deutsch-Japanische Youth Summit. Hier begann die gemeinsame Zeit der japanischen und deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Durch Spiele, einen Stadtrundgang und gemeinsame Gespräche lernte man sich kennen und tauschte sich direkt über so manche kulturellen Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten aus.

Die weitere Reise führte alle Teilnehmenden am 25. August nach Berlin – allerdings nicht ohne einen Zwischenstopp in Wolfsburg mit einer Werksführung und zwei spannenden Vorträgen bei VW. Die folgenden Tage boten ebenfalls ein abwechslungsreiches Tages- und Abendprogramm. Während in den Themengruppen jeweils Besuche bei Google, der Bundeswehr, dem erfolgreichen Startup Wooga und viele weitere Aktivitäten in Berlin und Umgebung statt fanden, wurde abends ein Spieleabend angeboten, man ging gemeinsam zum Karaoke oder auf eine Nachtwanderung durch die Stadt. Am 29. August trugen die Gruppen die Ergebnisse ihrer Arbeit im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin vor, bevor es abends ein großes wohlverdientes Abschlussgrillen gab.

Und das sagen unsere deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer über „Hallo Deutschland 2015“:

„Die Gruppenaktiviäten wie der Besuch der japanischen Botschaft, die Führung im VW Werk Wolfsburg, das Abschlussgrillen oder der köstliche Brunch waren meine Lieblingsereignisse. In Momenten wie diesen kam die tolle Gruppendynamik zum Vorschein. Jeder hat miteinander gelacht und die Zeit genossen.“

– CLAUDIA (Kulturgruppe)

„Dabei genoss ich besonders die gemeinsamen Ess- und Trink Aktivitäten, wie zum Beispiel der Grillabend oder dem witzigen Karaoke Abend, bei denen immer genug Gesprächsstoff und Action vorhanden war. Den Biergarten-Besuch und daran anschließenden Nachtrundgang durch Berlin werde ich nie vergessen. Da fühlte ich mich wie mit einer Gruppe von Freunden, die ich schon viele Jahre kannte, obwohl die meisten einige Jahre älter als ich waren und in einem ganz anderen Land aufwuchsen.“

– MAGGIE (Gesellschaftsgruppe)

„Der Reichstag am Abend war einfach wunderschön. Die Aussicht, der Sternenhimmel und die Beleuchtung hatten schon etwas Magisches an sich.“

– BRIT (Politikgruppe)

„Meine Lieblingsaktivitäten war der Stadtrundgang durch Berlin und Hannover sowie der Grillabend mit der DJG Hannover, da ich dort viele der anderen Teilnehmer sehr intensiv kennenlernen konnte.“

– ALEXANDER (Umweltgruppe)

“ Mir gefiel ganz besonders der Besuch bei Volkswagen, da die Werksführung ein wirklich einmaliges Erlebnis war und die angebotenen Vorträge sich hochspannend gestalteten.[…]. Ein weiteres absolutes Highlight war ohne jeden Zweifel der Besuch der Japanischen Botschaft in Berlin. Allein schon das würdige Ambiente war enorm, ebenso wie das Rahmenprogramm und nicht zuletzt das umwerfende japanische Buffet.“

– LARS (Bildungsgruppe)

„Die Aktivitäten, die wir als gesamte Gruppe erlebt haben, werden mir stark in Erinnerung bleiben. Wann kommt man schonmal dazu, eine Führung durch die VW-Werke zu bekommen, ohne sich einen VW gekauft zu haben? Oder wann hat man die Gelegenheit, vom japanischen Botschafter empfangen zu werden und von dessen (…) Köchen bekocht zu werden? An diesem Abend fühlte ich mich, als hätte ich etwas ganz besonderes erlebt. Auch der Kuppelbesuch bei Nacht war neu für mich, da ich es bis jetzt nur bei Tag erlebt hatte. Richtig japanisches Feeling kam bei mir auf, als wir beim Karaoke waren. Das war ein sehr vergnüglicher Abend.“

– ANNE (Politikgruppe)

Und die Gruppenarbeit?

„Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Japan nur wenige Zeitungen, welche stattdessen eine sehr große Auflage besitzen.In Japan gibt es klare Vorgaben für die Karriere eines Journalisten. Man muss eine bestimmte Anzahl von Jahren arbeiten, um aufsteigen zu können.“

– NINA (Gesellschaftsgruppe)

„Besonders hervorheben möchte ich auch den Besuch eines Marktes in Berlin, bei dem wir uns mit Vertretern der Slow-Food Bewegung getroffen haben. Hier war es sehr spannend diese Seite der Zivilgesellschaft kennenzulernen, die sich aktiv gegen die Industrialisierung und weitere Verkünstlichung unseres Essens einsetzt.“

– AMIR (Kulturgruppe)

„Nachdem ich gelernt habe wie in Deutschland die Jobsuche funktioniert, ist es auch für junge Japaner wichtig nicht unüberlegt auf Jobsuche zu gehen, sondern zuerst herauszufinden, was man in Zukunft erreichen möchte und dann mit aller Kraft in dem Bereich Arbeit zu suchen.“

– AI  (Bildungsgruppe)

„Das Gespräch mit dem japanischen Journalisten, Herrn Fukumoto, war (…) der Teil der Gruppenarbeit, der mich besonders beeindruckt hat. Er war sehr engagiert, was das Thema Abe und dessen geplante Verfassungsänderungen zum Militär betraf. Es hatte sich zwischen ihm und uns Teilnehmern eine sehr rege Diskussion entwickelt […]“

– ANNE (Politikgruppe)

„Genau wie in Japan gibt es auch in Deutschland viele, die auf den Ursprung ihrer Nahrungsmittel Wert legen. Der Unterschied ist aber, dass es in Japan oft nur eine Mode ist und nicht lange anhält. Es ist aber zwingend notwendig, dass das keine Mode bleibt, sondern sich im Lebensmittelalltag und in der Gesellschaft festigt. Ich werde das genauso machen.“

– AKI (Kulturgruppe)

„Bei der Frage, wie man mit den Veränderungen in Gesellschaft und Medien heutzutage umgeht, haben die Teilnehmer*innen [in unserer Gruppe] sich dem Aspekt beschäftigt, dass der Konsument gebraucht wird, damit Verlage und Zeitungen überleben. Ich glaube es ist notwendig das Wesen dieser Betriebe zu überdenken.“

– Aozora  (Gesellschaftsgruppe)

„[Ich habe gelernt], dass es (nicht nur) in Berlin Initiative(n) gibt, die das Stromnetz kaufen wollen. Auch die Unterschiede in der Energieversorgung zwischen den Bundesländern, wie, dass in Bayern Solarkraft – schon aufgrund rechtlicher Normen – wesentlich verbreiteter sind als Windkraftanlagen, wohingegen im Norden oft auf letztere zurückgegriffen wird.“

– NICOLAS (Umweltgruppe)

„Erstaunlich war aber vor allem wie beide Seiten voneinander geglaubt haben, die andere Ernährungsweise sei gesünder.“

– NAMI  (Kulturgruppe)

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„Das Programm hat mir so viele Gelegenheiten dazu gegeben, sowohl Deutschland kennen zu lernen als auch die japanische Kultur und Mentalität.“

– JAMAA (Gesellschaftsgruppe)

„Der Youth Summit hat mich inspiriert. Ich weiß nun genau zu welchen Leistungen ich fähig bin und in welche Richtung ich mich entwickeln möchte.“

– MARIA  (Bildungsgruppe)

„Interkulturell hat mich vor allem fasziniert, dass auch ein Austausch, egal welche Fortschritte bei dem Sprachenlernen schon gemacht wurden, durch Lachen, Gesten und netten Erklärungen möglich wurde.“

– BRIT (Politikgruppe)

„Die Erfahrungen die ich bei diesem Programm machen durfte sind so wertvoll für mich geworden, dass ich auch dazu beitragen möchte anderen diese Möglichkeit zu bieten.“

NAMI (Kulturgruppe)

„Ich war gerührt von der Liebenswürdigkeit und Wärme der Deutschen und bin dafür aus ganzem Herzen dankbar.“

– Canalu (Umweltgruppe 2015, Gruppenleiterin 2016)

„Nach diesem Erlebnis würde ich gerne der DJJG beitreten und weiter im Deutsch-Japanischen Austausch involviert bleiben. Insofern gaben mir gerade die Besuche in Hannover neue Anhaltspunkte vielleicht auch beruflich im internationalen Austausch auf diversen Ebenen arbeiten zu können.“

– ELAINE (Politikgruppe)

„Durch den Youth Summit motiviert, ist mein Wunsch wieder nach Japan zu fliegen noch größer geworden, besonders auch um meine neu gewonnenen Freunde wiederzusehen.“

– NINA (Bildungsgruppe)

„Ich konnte viel darüber erfahren, wie die Lebensentwürfe junger Japaner aussehen und [sie] vielfach nicht mit den heutigen traditionellen Arbeitsvorstellungen in Japan einverstanden sind und sich ein ähnliches Arbeitsumfeld wie in Deutschland wünschen […].“

– ALEXANDER (Umweltgruppe)

„Der Youth Summit hat mir viele neue Ideen gegeben, vor Allem der Glaube, dass ich mich später auch für Japan beschäftigen möchte, wurde umso mehr gestärkt. So kann ich es mir deshalb vorstellen, dass ich mich bei der DJJG aktiv engagiere. Ich hab‘ gesehen, dass ich in diesem Verein auch im organisatorischen Bereich wirklich Spaß haben werde, auch wenn es möglicherweise anstrengend werden könnte.“

– OSKAR (Politikgruppe)

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Dank unserer Förderer konnte der ursprüngliche Programmpreis von 600,00 Euro für japanische Teilnehmende und 300,00 Euro für deutsche Teilnehmende erheblich herabgesenkt werden.