Die Themen

Politik (Gruppe A)

2016 wurde das Internet in Japan von 83,5% der Bevölkerung genutzt. Im Jahr 2001 lag die Nutzung noch bei 44,0%, sodass man in den letzten 15 Jahren einen rasanten Anstieg erkennen kann.
In der diesjährigen Politik-Gruppe möchten wir uns deshalb Gedanken über die schnelle Informatisierung der Gesellschaft machen und deren Einfluss auf die Politik betrachten. Da jeder online seine Meinung äußern und ein einzelner Tweet bereits Einfluss auf die Politik nehmen kann, spricht man heutzutage auch von einer „Internetdemokratie“.
Beispiele dafür sind der als “arabische Frühling” bekannte Umbruch im Nahen Osten oder die US-amerikanische Protestaktion “Occupy Wallstreet”. In beiden Fällen spielte der Informationsaustausch in sozialen Netzwerken wie Twitter eine wichtige Rolle. Auch in Japan gab es ein ähnliches Beispiel: Ein Tweet über alleinerziehende Mütter, die keinen Kitaplatz für ihre Kinder finden konnten, löste eine öffentliche Diskussion aus. Daraufhin wurde dieses Thema im Parlament besprochen und bis zum Jahr 2020 sollen nun 32.000 Plätze in japanischen Kindertagesstätten geschaffen werden.
Dass Bürger ihre Meinung äußern und Einfluss auf die Politik nehmen können, ist für unsere Demokratie sehr wichtig. Im Internet werden jedoch häufig auch diskriminierende Kommentare abgegeben oder zur Gewalt aufgerufen. Zum Beispiel gibt es Posts auf Twitter, die zur Diskriminierung von in Japan lebenden Koreanern aufrufen. In einem anderen Fall gab es Tweets, die Selbstmorde unterstützten. Das führte so weit, dass Menschen, die Selbstmord begehen wollten, zusammenkamen und umgebracht wurden.
Es stellt sich also die Frage, wie gegen diese Art gewaltverherrlichender oder diskriminierender Kommentare vorgegangen werden kann, ohne dass die Meinungsfreiheit eingeschränkt wird. In der Politikgruppe wollen wir deshalb diskutieren, wie in der „Internetdemokratie“ die Umsetzung des Bürgerwillens sichergestellt und gleichzeitig diskriminierende Kommentare vermieden werden können.

Gruppenleiter

„Hallo! Mein Name ist Bérénice. Nachdem ich bei vergangenen Hallo-Programmen bereits als Teilnehmerin und Gruppenleiterin tolle Erfahrungen sammeln konnte, freue ich mich sehr mit euch in der Politikgruppe zusammenzuarbeiten. Lasst uns gemeinsam interessante Dinge herausfinden und über die Zukunft nachdenken! Ich freue mich schon riesig darauf, euch bald persönlich kennen zu lernen. Auf einen unvergesslichen Sommer!“
„Hallo ihr Lieben, ich bin Kazutaka Ando. Ich studiere Politik an der International Christian University in Japan. 2017 war ich bei „Hallo Deutschland“ Teilnehmer in der Politik-Gruppe. Auch bei „Hallo Japan 2018“ möchte ich mich mit neuen, wunderbaren Freunden austauschen und zusammen lernen. Ich freue mich schon sehr darauf, euch kennenzulernen.“

 

 Bildung (Gruppe B)

“Bildung findet mit Stiften, Papier und der Tafel im Klassenzimmer statt.” Diese Denkweise gehört der Vergangenheit an. Heutzutage verwenden Lehrer Power Point und stellen Materialien digital bereit, während Schüler und Studenten Notizen auf PCs und Tablets erstellen. Die Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) hat unsere Bildung stark verändert und auch in Zukunft wird sich viel ändern. Vielleicht kommt irgendwann sogar der Tag, an dem Technologien wie künstliche Intelligenz (AI) unser bisheriges Bildungssystem hinfällig machen. Einerseits haben solche Innovationen hochwirksame Lehr- und Lernmethoden geschaffen. Wir haben die Möglichkeit, immer und überall auf sämtliche Informationen zuzugreifen. Andererseits kann man es aber auch so sehen, dass wir von der Menge an Informationen überfordert werden. In der Bildungs-Gruppe wollen wir uns damit beschäftigen, wie ICT und AI uns nutzen und wie wir diese Technologien “richtig” einsetzen.

Gruppenleiter

„Guten Tag. Ich heiße Takehiro Nakayama und bin 30 Jahre alt. Ich bin Beamter in Tokyo und arbeite währenddessen an meiner Promotion. Mein Fachgebiet ist geistiges Eigentum (Urheberrecht). Meine Hobbys sind Basketball und Klavier spielen. Ich hoffe, dass wir zusammen ein super Programm erleben.“
„Hallo Leute! Ich heiße Lisa, ich bin 24 und studiere International Economics in Stuttgart. 2016 konnte ich bereits als Teilnehmerin der Bildungs-Gruppe eine wundervolle Zeit in Japan verbringen, und diesmal darf ich als Gruppenleiterin mit euch zusammenarbeiten. Lasst uns viele neue Dinge lernen und dabei unvergessliche Momente erleben!“

 

Kultur (Gruppe C)

Mit Beginn der kommerziellen und demokratischen Nutzung des Internets im Jahre 1989 wurde ein Meilenstein zur Entstehung der Informationsgesellschaft gesetzt. Das Internet hat sich zum meist genutzten Medium der Welt entwickelt, insbesondere seitdem auch mobile Endgeräte wie Handys im Jahre 2010 optimiert wurden, um auf das Internet zuzugreifen. Folglich sind die Nutzung des Internets und des Handys nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Mobilität und Flexibilität prägen die Informationsgesellschaft, in der wir heute leben. Zunehmend kommen Informations- und Kommunikationstechnologien auf den Markt und persönliche soziale Netzwerke verschieben sich verstärkt in Richtung Informationsnetzwerke und -systeme, die selbstverständlich auf dem Internet basieren. Das Internet wird insbesondere von der Generation der Digital Natives (Personen, die in der digitalen Welt aufgewachsen sind) dominiert, mit der sich unsere Gruppe näher auseinandersetzen möchte. Inwiefern beeinflusst das Internet das Leben und die Persönlichkeit des Nutzers? Warum wollen wir jederzeit erreichbar und informiert sein? Warum nutzen wir soziale Medien und wann grenzt die Nutzung an Abhängigkeit? Wird unsere Identität durch Massenmedien geformt oder verlieren wir an Individualität? Zur Beantwortung dieser und weiteren Fragen wollen wir uns unter anderem mit den Ursachen und Folgen der Nutzung von sozialen Netzwerken und dem Handy als Medium beschäftigen.

Gruppenleiter

„Hallo ihr Lieben, ich heiße Kota, bin 20 Jahre alt und studiere Betriebswirtschaft an der Universität Senshu. Ich freue mich darauf, durch „Hallo Japan“ vielen Erfahrungen sammeln zu können!“
„Hallo!! Ich heiße Miki und wohne gerade in Göttingen. Ich studiere Unternehmensführung. Seit ich ein Kind war, habe ich Interesse an Japan, deshalb lerne ich Japanisch. Nach dem Abschluss möchte ich in Japan arbeiten. Letztes Jahr habe ich an „Hallo Deutschland“ teilgenommen und dort habe ich schöne Erinnerungen gesammelt. Das ist der Grund, dass ich mich entschieden habe, dieses Jahr als Gruppenleiterin an „Hallo Japan“ teilzunehmen. Ich freue mich darauf, euch kennenzulernen.

 

 Technologie (Gruppe D)

„Hey Siri“
In den letzten Jahren hat die Entwicklung in der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) rasant zugenommen. Vor 10 Jahren hätte man sich das noch nicht vorstellen können, doch heutzutage besitzt nahezu jede Person wie selbstverständlich ein Smartphone, welches den Besitzer mit künstlicher Intelligenz ausstattet. Wir können bereits mit unseren Geräten sprechen: Mit „Hey Siri“ können wir mit unserem Smartphone eine Unterhaltung beginnen oder uns auf Befehl Informationen aus dem Internet bereitstellen lassen.
Durch künstliche Intelligenz (KI) und der Technik der Gestenerkennung lösen sich Sprachbarrieren allmählich auf. Die Anime-Figur DORAEMON zum Beispiel besitzt ein Geheimwerkzeug, mit dem sie jede beliebige Fremdsprache sofort sprechen kann. Genau dasselbe wird in naher Zukunft auch bei uns Wirklichkeit. Man könnte behaupten, dass dies eine Ära ist, in der die Kommunikation von Mensch zu Mensch auf Technologien wie KI beruht.
Doch was ist eigentlich wahre Kommunikation? Menschen kommunizierten schon, als es noch keine Informationstechnologie gab. Da früher Körpersprache ausreichte, ist es jetzt an der Zeit, darüber erneut nachzudenken. In unserer Gruppe beschäftigen wir uns damit, welche Formen Kommunikation annehmen sollte. Wir werden untersuchen, welche Grenzen der technologiegestützten Verständigung gesetzt sind. Letztendlich wollen wir herausfinden, wie wir kommunizieren sollen, inwiefern wir uns auf Informationstechnologien verlassen können, und schließlich Kommunikationsformen für die Zukunft vorschlagen.
Dafür werden wir im Rahmen unserer Gruppenarbeit unter anderem die Produktion von KI-Robotern sowie Forschungsinstitute der Kommunikation anschauen. Des Weiteren wollen wir Unternehmen und Organisationen besuchen, die Informations- und Kommunikationstechnologien erfolgreich implementiert und dadurch ihre Kommunikation erleichtert haben.
Was bedeutet es, „bequem“ zu kommunizieren? Was bedeutet es, zu kommunizieren? Lasst uns gemeinsam über den „idealen Weg der Kommunikation“ Ideen austauschen und Lösungsansätze ermitteln. Seid ihr dabei?

Gruppenleiter

„Hallo, ich bin Kosuke, 22 Jahre alt und komme aus Aichi. Ich studiere zurzeit erneuerbare Energien und “Wiederverwendung, Reduzierung, Wiederaufbereitung” an der Chuo-Universität. 2017 habe ich an „Hallo Deutschland“ in der Umwelt-Gruppe teilgenommen. Ich freue mich darauf, euch bei „Hallo Japan 2018“ kennenzulernen. Lasst uns gemeinsam eine schöne Zeit verbringen!“
„Guten Tag. Ich heiße Jamaa, bin 23 Jahre alt und studiere Wirtschaftsinformatik an der Universität Trier. Seit 2015 bin ich bei der DJJG aktiv. Nachdem ich bei „Hallo Japan“ und „Hallo Deutschland“ als Teilnehmer dabei war, darf ich nun mit euch einen klasse Japan-Aufenthalt erleben und einer euer Gruppenleiter sein. Ich freue mich auf euch. Wir sehen uns!“

 

Gesellschaft (Gruppe E)

Im Juni 2016 wurde in Deutschland die „Ehe für alle“ beschlossen, so dass im Oktober bereits die ersten gleichgeschlechtlichen Hochzeiten stattfinden konnten. Dank neuer Informations- und Kommunikationstechnologien verbreiten sich solche Nachrichten heutzutage sehr schnell durch die gesamte Welt und werden von allen Gesellschaftsschichten wahrgenommen. Neue Technologien tragen somit dazu bei, dass gesellschaftliche Gruppen nicht mehr am Rande stehen, sondern auch von der Mehrheit wahrgenommen werden. Minderheiten der Gesellschaften werden somit sichtbar.
Nur wer sind diese Minderheiten und mit welchen Herausforderungen und Schwierigkeiten haben sie zu kämpfen? Und wie definieren sich Minderheiten? Manche Minderheiten entstehen durch Unterschiede in der Religion oder Kultur, andere durch angeborene bzw. erworbene körperliche Behinderungen, wiederum andere aufgrund gesellschaftlich erzwungener Geschlechteridentitäten. Und in einer nach einer bestimmten Norm ausgerichteten Gesellschaft kann für transsexuelle Menschen, Menschen im Rollstuhl, mit künstlichem Darmausgang oder auch nur mit einem Kinderwagen schon das Benutzen einer “normalen” Toilette schwierig sein. Muslimen kann es schwer fallen, Lebensmittel zu essen, die nicht halal sind. Wer an der sogenannten Gesichtsblindheit leidet, kann keine Gesichter oder Objekte mehr erkennen und trifft auf Probleme, wenn es um soziale Normen geht.
Das sind nur ein paar Beispiele – manche sind für die Mehrheit erkenn- und begreifbar, andere bleiben wiederum unvorstellbar. Wie vielseitig unsere Gesellschaft ist und wie sich das Leben für diese gestaltet, darum soll es in dieser Gruppe gehen. Gemeinsam möchten wir über Probleme sprechen und Lösungen suchen. Denn würden wir uns in einer Gesellschaft wohl fühlen, in der wir mit unseren Problemen alleine gelassen werden?
Es wird schwierig werden, in nur einer Woche alles über die Vielfältigkeit der 7,6 Milliarden Menschen auf unserer Erde zu erfahren und erlebbar zu machen. Doch wir freuen uns darauf, möglichst viel mit euch herauszufinden. Lasst uns gemeinsam darüber nachdenken, wie wir – so vielfältig wie wir sind – unsere Gesellschaft im Zeitalter der Informatisierung gestalten wollen.
 

Gruppenleiter

„Hallo! Ich heiße Sora und studiere an der Keio-Universität in Tokio Germanistik. Auch an Gender Studies bin ich interessiert. Ich kann es kaum erwarten, euch kennenzulernen. Lasst uns gut diskutieren und viel Spaß haben!“

„Hallo miteinander, ich bin Rikuroh Kurita. Ich bin Student an der Keio-Uni und studiere Policy Management. Im Moment beschäftige ich mich mit erneuerbaren Energien. Bei „Hallo Japan 2018“ bin ich zusammen mit Sora für die Gesellschafts-Gruppe verantwortlich. Gern möchte ich mit euch gemeinsam nachdenken und lernen. Ich freue mich schon darauf, euch kennenzulernen.“