Die Themen

Kultur

Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung künstlerischer Aktivitäten 

Von Dezember 2019 bis heute hat sich die weltweite Ausbreitung des neuen Coronavirus mehr als zweieinhalb Jahre fortgesetzt. Sowohl Japan als auch Deutschland sind betroffen, aber einer der Unterschiede ist die Förderung von Kunst in Corona-Zeiten. 

In Deutschland sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Unser Ziel ist es, dass der Kulturraum Deutschland auch nach Überwindung der Pandemie bestehen bleibt. Die Bundesregierung hat dieses Thema ganz oben auf die Prioritätenliste gesetzt. Das werde ich tun.“ Tatsächlich hat sie im März 2020 etwa 6 Billionen Yen auch zur Unterstützung des Kunstbereichs bereitgestellt. Andererseits gab die Agentur für kulturelle Angelegenheiten in Japan im Mai 2021 bekannt, dass „kulturelle und künstlerische Aktivitäten weder unnötig noch dringend sind. Sie sind unverzichtbar, um die Gesundheit und das Glück der Gesellschaft als Ganzes zu erhalten und für uns zu leben. Ich bin zuversichtlich, dass es einen gibt.“ Im Juni 2020 wurde ein Nachtragshaushalt in Höhe von 50 Milliarden Yen eingerichtet. 

Ich finde Kunst wertvoll. Dies liegt daran, dass man Dinge erleben kann, die Zeit und Ort überschreiten, Emotionen von Emotionen entwickeln und die Anzahl jener Menschen erhöhen können, die die Welt sehen können. Ich selbst bekomme jedes Mal Kraft, wenn ich ein Musical sehe. 

Allerdings gibt es in dieser Hinsicht Unterschiede im Umgang mit Kunst zwischen Japan und Deutschland. Wenn die Situation so weitergeht, könnten künstlerische Aktivitäten in Japan unhaltbar werden. Ich denke, dass die Tatsache, dass Kunst im zivilen Leben in Japan nicht so allgegenwärtig ist, einer der Gründe für diese unterschiedliche Behandlung ist. 

Das Motto dieser Gruppe lautet daher: „Einen Schritt in Richtung nachhaltiger Kulturentwicklung machen“. In der Gruppenarbeit lernen wir zunächst den aktuellen Stand und die Herausforderungen der Kunst in Japan und Deutschland kennen. Wir werden uns auch Möglichkeiten überlegen, das Interesse an Kunst in Japan für eine nachhaltige Entwicklung der Kultur zu wecken. Zum Abschluss wollen wir als Gruppe einen Aktivitätenplan festlegen. 

Ich interessiere mich für darstellende Künste wie Noh, Kabuki, Oper und Musicals, Tanz wie Ballett, japanischer und zeitgenössischer Tanz und Kunst im Allgemeinen, und ich freue mich auf jeden, der mit diesem Gefühl sympathisiert.  Schaffen wir eine nachhaltige Zukunft für künstlerische Aktivitäten!     

 Gruppenleitung: Azusa

 Hallo zusammen! Mein Name ist Azusa. 

Ich liebe darstellende Künste wie Musicals. Vor allem das deutsche Musical „Elisabeth“, in dem die österreichische Kaiserin die Hauptrolle spielt, fasziniert mich und ich lerne dabei deutsch. Ich bin seit April letzten Jahres Mitglied bei JG-Youth, zurzeit arbeite ich fleißig und bemühe mich das Theater zu besuchen. 

Ich hoffe, dass diese Gruppe ein Ansatz für den kulturellen Austausch zwischen Japan und Deutschland sein wird. Lasst uns gemeinsam 9 Tage mit der Zukunft der Kunst verbringen! 

 

 

Umwelt 

Maßnahmen für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion und einen nachhaltigen Lebensmittelkonsum 

Ihr den Begriff „Lebensmittelverlust“ vielleicht schon einmal gehört – insbesondere im Zusammenhang mit der Corona-Krise ist er häufig gefallen. In den letzten zwei Jahren gab es viele Berichte über Lebensmittelverluste, die etwa durch die pandemiebedingte Verkürzung der Öffnungszeiten von Restaurants verursacht wurden. 

Zunehmende Lebensmittelverluste sind mit einem übermäßigen Verbrauch von Lebensmittelressourcen und erhöhten Treibhausgasemissionen bei der Abfallbeseitigung verbunden. Es wird auch vermutet, dass er zur Umweltzerstörung beiträgt. Die 17 Ziele der 2015 verabschiedeten SDGs befassen sich auch mit dem Thema „Verantwortungsvoller Konsum und verantwortungsvolle Produktion“, das weltweit angegangen werden sollte. In den letzten Jahren sind in verschiedenen Unternehmen Initiativen zur Verringerung von Lebensmittelverlusten zu beobachten. Beispiele hierfür sind der Preisnachlass kurz vor Ladenschluss und die Anpassung von Lagerbeständen. Und was können wir als Verbraucher*innen tun? 

 In der Gruppenarbeit lernen wir Beispiele kennen, wie in Japan und Deutschland gegen Lebensmittelverluste vorgegangen wird: Welche Initiativen gibt es in Japan, aber nicht in Deutschland? Welche gibt es in Deutschland, aber nicht in Japan? Oder gibt es gemeinsame Initiativen der beiden Länder? Diese Initiativen können auch durch kulturelle Unterschiede zwischen den beiden Ländern beeinflusst werden. Wir möchten gemeinsam mit euch diskutieren und mehr über Lebensmittelverluste lernen. Zusammen möchten wir herauszufinden, was wir dagegen tun können, dass Lebensmittel verschwendet werden. 

Gruppenleitung: Hinako

  Hallo! Mein Name ist Hinako. Ich komme aus Tokio. Ich habe letztes Jahr mein Studium abgeschlossen und arbeite jetzt als Angestellte. Ich habe mich für Deutschland interessiert, nachdem ich das Oktoberfest im Fernsehen gesehen habe. Ich würde gerne eines Tages ein echtes Oktoberfest besuchen. 

Das Thema meiner Gruppe ist der Verlust von Lebensmitteln. Alle, die sich für Lebensmittel und Umwelt interessieren, sind herzlich eingeladen, gemeinsam zu diskutieren und ihr Verständnis zu vertiefen. Obwohl ich dieses Mal online teilnehmen werde und euch nicht persönlich treffen kann, freue ich ich auf den Austausch mit euch!

Gesellschaft

Maßnahmen für eine nachhaltige Gleichstellung der Geschlechter

Habt ihr schon einmal vom Gender Gap Index gehört? In diesem Index, der den Grad der Gleichstellung der Geschlechter berechnet, lag Japan im Jahr 2021 mit einer Gesamtpunktzahl von 0,656 auf Platz 120 von 156 Ländern. Deutschland lag mit einer Gesamtnote von 0,796 auf Platz 11, aber auch Deutschland ist noch nicht perfekt.

Das fünfte der 17 SDG-Ziele ist es, Geschlechtergleichstellung zu erreichen. Doch in welchen Bereichen sollten Anstrengungen unternommen werden, um die Lücke zu schließen?

Das Weltwirtschaftsforum (WEF), das den Gender Gap Index erstellt, weist darauf hin, dass Japan im politischen Bereich besonders schlecht abschneidet, gefolgt vom wirtschaftlichen Bereich. Das Ziel „Gleichstellung der Geschlechter“ enthält eine Reihe von spezifischeren Punkten. Die fünfte davon: „5-5: Sicherstellen, dass Frauen in gleicher Weise wie Männer an politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entscheidungen teilnehmen und diese leiten können“. Dies überschneidet sich mit dem Problem der geschlechtsspezifischen Unterschiede in Japan.

Laienhaft ausgedrückt könnte man dieses Problem folgendermaßen beschreiben: „Es fehlt immer noch das Gefühl, dass es für Frauen normal ist, eine Führungsposition einzunehmen, und dass es für sie nicht genügend Möglichkeiten gibt, dies zu tun. Sind zum Beispiel in den Schulen seit der Kindheit eher Jungen in Führungspositionen zu finden? Müssen sie alle „wie Männer“ führen, weil sie Männer sind? Ist es nicht „weiblich“, aufzufallen und seine Meinung zu vertreten?

Davon ausgehend wollen wir darüber diskutieren, welche Geschlechternormen um uns herum bestehen, welche Probleme es gibt und welche verschiedenen Sexualitäten uns umgeben. Überlegen wir gemeinsam, was wir bewusst verändern und umsetzen können!

Gruppenleitung: Ku

Hallo! Ich heiße Ku Nakayama. 

Ich studiere deutsche moderne Geschichte. Letztes Jahr habe ich meinen Master-Abschluss gemacht. Auch die japanische Geschichte interessiert mich. Die Wissen über den historischen Hintergrund Japans hilft bei der Betrachtung aktueller sozialer Probleme. Da die Genderdiskussion in der Geschichtswissenschaft immer wichtiger geworden ist, denke ich auch im Alltag häufig über Sexualität und Gender nach. Ich freue mich auf die gemeinsamen Diskussionen mit euch!