Interview mit Samuel (23), Student der Asienwissenschaften an der Universität Bonn und Teilnehmer am 8. Deutsch-Japanischen Youth Summit

Samuel1. Was hat dich davon überzeugt, 2014 am 8. Deutsch-Japanischen Youth Summit teilzunehmen?

Ich studiere Asienwissenschaften und wollte schon ewig nach Japan reisen. Da ich aber in einem fremden Land lieber in der Gruppe unterwegs bin als allein, war der Youth Summit genau das Richtige für mich. Ohne den Youth Summit hätte ich Japan wahrscheinlich nur von der touristischen Seite kennengelernt, nicht aber so viel Insiderwissen mitbekommen und auch nicht so viele neue Freundschaften geschlossen.

2. Warum hast du dich für die Umwelt-Gruppe entschieden und wie intensiv hast du dich im Voraus auf das Gruppenthema vorbereitet?

Zuerst war ich der Bildungsgruppe zugeteilt – das war mein Erstwunsch. In der Umweltgruppe fehlte jedoch eine Person und ich entschied mich freiwillig, die Gruppe zu wechseln. Zuerst hatte ich Angst, es zu bereuen, da meine Priorität ganz woanders lag. Wir haben jedoch in der Gruppe so viele interessante Dinge unternommen, so dass ich im Nachhinein sogar glücklich darüber war. Außerdem gab es zusätzlich auch eine Menge Programmpunkte, bei denen man auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der anderen Gruppen kennengelernt hat.

3. Was hat dir am Programm am besten gefallen?

Das ist eine schwierige Frage. Am liebsten würde ich „ALLES!!!“ antworten. Die Gruppenleiter haben sich alle sehr, sehr viel Mühe mit der Vorbereitung gegeben und waren sehr behilflich, wenn es Fragen gab. Allgemein hat sich einfach jeder mit jedem verstanden.
Es war auch eine Erfahrung wert, mit Japanern eine Präsentation zu erstellen und dabei zu merken, wie unterschiedlich so eine Aufgabe von Kultur zu Kultur bearbeitet wird.
Und nicht zu vergessen: Unsere Karaoke-Abende!!!

4. Hat dir das Programm Ideen für dein Studium oder für deine Berufswahl gegeben?
Ja! Tatsächlich fand ich die Themen, die wir im Programm behandelt haben so interessant, dass ich sie zum Teil in meiner Bachelorarbeit weiter vertiefen werde. Auch bei meiner Bewerbung für ein Austauschsemester an der Kyoto Universität hat es mir Pluspunkte eingebracht, schon einmal in Japan „geforscht“ zu haben.

5. Vielleicht hast du vorher mit der Bewerbung für den Youth Summit gezögert – da waren die Kosten für das Programm und Japanisch ist ja auch keine einfache Sprache. Wie hast du das empfunden? Hat es sich für dich gelohnt?

Ich habe vorher kurzzeitig gedacht, dass alles recht teuer ist und ich das nicht bezahlen kann. Zum Glück haben mich meine Eltern unterstützt. Sicher haben aber auch die Fördergelder für das Programm dazu beigetragen, dass sich auch Leute bewerben konnten, die weniger Geld zur Verfügung haben. Im Nachhinein finde ich den Teilnahmebeitrag überhaupt nicht zu teuer, bei dem was ich alles sehen und erfahren durfte. Mein Japanisch war zu dieser Zeit wirklich noch sehr, sehr schlecht – aber da andere deutsche Teilnehmer gut Japanisch und die Japaner teilweise recht gut Deutsch sprechen konnten, gab es so gut wie keine Verständigungsprobleme.

6. Dieses Jahr findet das Programm in Deutschland statt. Könntest du dir vorstellen, auch hier teilzunehmen?

Ehrlich gesagt habe ich mich schon längst dazu entschieden, als freiwilliger Helfer wieder dabei zu sein – ich freue mich natürlich auf alte und neue Gesichter.

Auch Lust auf den Youth Summit bekommen? Bis zum 31. Mai sucht die DJJG noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland. Hier findet Ihr alle Infos.

 

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